Jetbrains erhöht die Preise

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… und warum ich überlege, mein Abo zu kündigen.

Jetbrains hat in einer gestrigen Mail angekündigt, ab Oktober die Abo-Preise zu erhöhen. Ich hatte mir vor ein paar Jahren eine Einzellizenz für das „All Products Pack“ gegönnt. Jetzt überlege ich, die Sache zu kündigen. Nicht direkt wegen der Preiserhöhung, diese wäre nur ein weiteres Argument dafür.

Die Gründe sind im Wesentlichen, dass ich bedeutend weniger nebenbei programmiere. Ich entwickle, nebenbei, Software. Überwiegend C#, PHP, JavaScript, Datenbanken und HTML. Jetbrains bringt für diese Dinge jeweils eine eigene IDE mit. WebStorm für HTML und JavaScript, PHPStorm für PHP, Resharper als Plugin für Visual Studio.

Inzwischen ertappe ich mich immer öfter dabei, dass ich statt der einzelnen IDEs lieber einfach Visual Studio Code verwende. Der Funktionsumfang ist in den letzten Jahren gestiegen und lässt sich über Plugins schnell erweitern. Haben mich die Plugins anfangs genervt, weil ich im Linux-Stil mir eine „IDE“ erst zusammenstellen musste, ist es dank Synchronisation deutlich einfacher in der Handhabung.

Auf einem neuen Rechner installiere ich Visual Studio Code, melde mich an und die Plugins und Einstellungen werden synchronisiert. Die einzelnen IDEs von JetBrains erfordern jeweils eine Installation und Updates. Mit der Toolbox ist das Handling zwar deutlich einfacher geworden, aber es ist einfach mehr Overhead, gerade bei mehreren Rechnern.

WebStorm, PHPStorm

WebStorm, PHPstorm habe ich bisher für die Entwicklung unserer HTML-Formularsoftware und dem passenden Formmail-Script verwendet.

Im Gegensatz zu Visual Studio Code sind beide IDEs zwar deutlich leistungsfähiger, aber am Ende sind es doch eher kleinere Projekte, welche sich auch gut in Visual Studio Code handeln lassen. Debugging funktioniert hier genauso und auch der Mix von JavaScript, HTML und PHP in einem Projekt funktioniert in einer IDE besser als in mehreren.

Resharper

Resharper war damals der Hauptgrund für den Kauf des All-Product-Packs. Die Software ist schon genial und erweitert Visual Studio um sehr viele coole Funktionen. Einige Funktionen sparen viel Zeit, z.B. bei umfangreichen Refaktorings, dem Extrahieren von Resourcen für die Übersetzungen. Auch die Testfunktionen rüsten viele Funktionen nach, welche sonst nur in der Enterprise-Version von Visual Studio verfügbar wären, wie z.B. die Codeabdeckung bei Tests.

All dies hat allerdings auch seinen Preis. Visual Studio wird nach der Installation echt langsam. Gefühlt dauert vieles doppelt so lang, was ich besonders auf meinem Microsoft Surface bemerkbar macht.

Derzeit teste ich, wie sehr ich die Funktionen von Resharper vermisse vs. die Geschwindigkeit des reinen Visual-Studios.

IntelliJ

Nutze ich nur gelegentlich für kleine Tests. Beruflich schreibe ich viel Java-Code, privat gelegentlich, wenn ich etwas ausprobieren möchte. Früher hatte ich Eclipse verwendet, welches immer noch eine gute Alternative ist und nichts kostet.

DataGrip

DataGrip verwende ich für den Zugriff auf Datenbanken. Dies heißt in aller Regel MySQL bei mir. Ich finde DataGrip ebenfalls eine tolle Software. Aber im Grunde genügt mir auch die MySQL-Workbench und vieles erledige ich auch direkt über phpMyAdmin.

Mal sehen

Mein Abo läuft derzeit noch bis April des kommenden Jahres. Auf der einen Seite kostet die Verlängerung nicht soviel Geld (etwas über 200 Euro mit der Preiserhöhung), auf der anderen Seite sehe ich Vorteile im Ansatz, mit möglichst wenig Software zu arbeiten.

Visual Studio Code deckt inzwischen vieles ab und danke der Synchronisation ist es auch schnell eingerichtet und synchron auf allen meinen Rechnern. In gewisser Weise ist das auch etwas Softwareminimalismus.

Noch bleibt etwas Zeit zum überlegen.

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