Ikea Bekant – Stehschreibtisch

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Das Thema Stehschreibtisch hat mich bisher gar nicht interessiert, obwohl es mehrmals in diversen Podcasts, die ich so höre, angesprochen wurde. Irgendwie erschien es mir abwegig im Stehen zu arbeiten. Zu unbequem, zu anstrengend, sicher kann man sich da gar nicht konzentrieren. Stehen macht ja auch keinen Spaß, das wusste ich besonders von Zugfahrten, wenn man mal wieder keinen Sitzplatz abbekommen hat.

Interessanterweise wurde in besagten Podcasts und auch Artikeln regelmäßig das Gegenteil meiner Vorurteile behauptet. Bessere Konzentration, fitter, weniger Müdigkeit, mehr Bewegung.

Man wird nicht jünger und aufgrund von ein paar Rückenproblemen wurde das Thema dann doch nochmal hochgespült. Das Sitzen auf Dauer problematisch ist war mir irgendwo klar, aber Gedanken habe ich mir nie ernsthaft gemacht.

Dabei sitze ich recht viel: Die meiste Zeit in der Arbeit und daheim arbeite hobbyiere ich auch recht häufig am Schreibtisch.

Aufgrund der Rückenproblematik habe ich dann intensiver über Stehschreibtische informiert. Hierzu kann man sich einfach mal die folgende Infografik anschauen.

Ikea Bekant

Meine Neugier war geweckt und so ging es kurzerhand ab zu Ikea. Diese bieten mit dem Ikea Bekant einen vergleichsweise günstigen, motorisierten, Stehschreibtisch.

Tischbeine und Tischplatte gibt es in verschiedenen Farben, welche sich beliebig Kombinieren lassen. Die Höhenverstellung geht elektisch und geht laut Datenblatt auf 1,25 Meter hoch. Die maximale Belastung wird mit 70 kg angegeben und sollte normalerweise auch ausreichen.

Ebenfalls positiv: auf den ganzen Schreibtisch gibt es 10 Jahre Garantie. Auch auf die Motoren.

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Für den Kabelsalat gibt es eine Netzablage unter dem Tisch, in welcher sich die meisten Kabel verstauen lassen.

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Die erste Woche

Die erste Woche ist durchaus positiv. Am Anfang ist es erwartungsweise recht schwer längere Zeit zu stehen. Die Beine tun irgendwann weh, die Füße drücken. Beschwerden die ich als überwiegend sitzender Büroarbeiter kenne, wenn man mal eine Stunde im überfüllten Zug stehen muss oder den ganzen Tag herumläuft.

Die Beschwerden lassen nach bereits nach ein paar Tagen spürbar nach. Ist also Trainingssache. Obwohl ich versuche die meiste Zeit zu stehen, höre ich auf meinen Körper. Wird Stehen zu anstrengend wechsel ich zum Sitzen. In wenigen Sekunden ist aus dem Stehschreib wieder ein normaler geworden.

Zusätzlich habe ich noch eine weiche Trainingsmatte vor den Schreibtisch gelegt, welche die anfänglich Fußschmerzen schnell verschwinden lies.

Trotzdem lässt es sich erstaunlich gut im Stehen arbeiten. Man kann sich mehr bewegen. Gefühlt geht es dem Rücken im Stehen auch besser als nach der gleichen Zeit im Sitzen.

Ich habe das Gefühl das ich im Stehen fitter und produktiver bin. Im Sitzen überkommt mich zu bestimmten Tageszeiten (besonders am frühen Nachmittag) immer eine Müdigkeit, welche im Stehen deutlich weniger ausgeprägt ist.

Auch das sinnlose Herumsurfen im Internet ist im Stehen reduziert.

Die Moteren arbeiten recht leise. Per Knopfdruck lässt sich die Höhe nach oben und unten justieren. Die Positionen lassen sich leider nicht speichern. Ist in der Praxis aber auch nur ein Luxusproblem.

Natürlich überwiegt am Anfang die Euphorie und ich muss auch erst sehen, wie sich die Sache entwickelt. Deswegen werde ich später Updates posten.

Video

Hier noch ein kleines Video, welches die Funktion zeigt:

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