Gut gemeint, aber sinnvoll?
Vor kurzem bin ich auf einen Tweet gestoßen. Hier feierte ein Politiker, dass es nun endlich das „Recht auf Reparatur“ gibt. Hersteller müssten nun Ersatzteile vorhalten, dem Kunden verkaufen und Reparaturen anbieten.
Im ersten Moment klingt das gut. Ich bin selbst ein Verfechter davon, dass Dinge reparierbar sind. Erst letztens habe ich den Akku meines Laptops gewechselt und nix ärgerte mich mehr, dass ich bei meinem Google Pixel den Akku nicht mal eben wechseln konnte.

Dennoch ist das ganze Gesetz eher ein Schuss in den Ofen. Letztlich muss die Entscheidung vom Verbraucher ausgehen. Dieser muss halt honorieren, dass Dinge vernünftig gebaut sind. Beim Laptop oder Computer achte ich drauf. Beim Smartphone überlege ich scharf, ob das nächste nicht ein Fairphone sein sollte. Andere Dinge wie Smartwatches lasse ich links liegen.
Logitech will Wechselakkus anbieten für Modelle in der EU, geht aber selbst nicht davon aus, dass es eine große Nachfrage geben wird. Ich habe auch hier zwei Funkmäuse mit integriertem Akku. Falls der mal kaputt geht, wandern die halt auf den Müll. Doof, aber es gibt auch Mäuse mit normalen Batterien. Kaufen wir nur sowas, dann lenkt der Hersteller selbst ein.
Und sonst? Regelt der Markt. Teure Geräte wie iPhones, lassen sich bei Apple reparieren oder es gibt jede Menge Shops die das machen. Ersatzteile gibt es auch. Bei anderen Geräten haben die Leute gar keine Lust auf Reparaturen. Das neue Smartphone hat halt auch gleich ne bessere Kamera. Arbeitszeit ist zudem immer teurer in Deutschland, dass sich schon alleine deswegen die Reparatur nicht lohnt. Nicht jeder kann und will selbst basteln.
Am Ende zwingt man so alle Firmen irgendwas zu lagern und bereit zu halten. Jahrelang. Ob es am Ende gebraucht wird oder nicht. Der Kram wandert dann in den Müll und das hilft der Umwelt auch nicht.
