Worum handelt es sich bei einer Sandbox?

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Was glauben Sie, an welchem Ort droht spielenden Kindern am wenigsten Verletzungsgefahr? Richtig, im Sandkasten, denn hier fallen die Kleinen weich, herunterfallendes Spielzeug geht nicht kaputt und der Untergrund ist unkompliziert und angenehm zu nutzen. Würden Sie Ihre Kinder stattdessen in Ihrem Arbeitszimmer spielen lassen, mit der Gefahr, dass sie hier richtig Schabernack anstellen? Eher nicht, oder? Warum erlauben Sie es dann Ihren Computerprogrammen?

Chaos auf dem Rechner

Der Begriff Computerprogramm gehört zu unserer Gesellschaft, wie die Luft zum Atmen. Doch Computerprogramme sind in gewisser Hinsicht wie kleine Kinder. Sie sind in der Lage ordentlich Chaos anzurichten, und zwar vor allem auf dem Rechner. Während Sie es beim Nachwuchs schnell merken, wenn er Unsinn treibt, können Computerprogramme oft langfristig ihr Unwesen treiben, ohne dass Sie es bemerken.

Wohl dem, der eine hochwertige Sicherheitssoftware, wie beispielsweise von G-Data, sein Eigen nennt. Besonders riskant sind Programme, die Sie noch nie auf Ihrem PC genutzt haben. Egal wie sehr die Seriosität beworben wird, genau wissen können Sie es nicht. Genau hier kommt die Sandbox ins Spiel, die Ihnen hilft, die Seriosität eines Programms unter die Lupe zu nehmen.

Die Sandbox ist wie ein Sandkasten für Kinder, nur eben für Computerprogramme. Hier kann sich ein neues Programm beweisen. Es kann sich austoben und wenn es schiefgeht, können Sie es schnell wieder löschen, ohne bleibende Schäden an Ihrem PC. Natürlich können Sie vertrauenswürdige Programme nach wie vor direkt aufnehmen, ohne den Umweg über den Sandkasten.

Wo gibt es Sandboxen?

Ein Datenverlust ist so ziemlich das Schlimmste, was einem PC-Nutzer passieren kann. Es ist wirklich hilfreich, stattdessen eine Sandbox zur Abwendung von Gefahren auf dem Computer zu installieren. Kommt eine neue Software auf den PC, wird ihr ein normaler Rechner simuliert. Sie kann sich also austoben, hat aber noch keinen Zugriff auf das echte System. Windows 10 beispielsweise hat eine Sandbox direkt von Haus aus installiert. Ansonsten lassen sich Sandboxen einfach installieren.

Welche Vorteile bringen Sandboxen mit sich?

Der Sandkasten im Kindergarten beschäftigt Ihre Kinder auf sichere Weise. Die Sandbox im Computer schützt Ihr Betriebssystem. Neue Programme können keine Veränderungen an der Systemdatenbank oder der Registry vornehmen. Das macht es für Schadsoftware um ein Vielfaches schwerer, den PC zu zerstören. Es erfolgt kein unerwünschter Zugriff auf Daten und eine Umprogrammierung der Systemsteuerung ist ebenfalls nicht möglich. Selbst der Interzugriff kann sich in unsicheren Umgebungen in eine Sandbox umleiten lassen. So können Schadkomponenten, die aus dem Internet heruntergeladen werden, wirksam vom Betriebssystem ferngehalten werden.

Bietet die Sandbox absolute Sicherheit?

Sandboxen sind weiterverbreitet als gedacht, denn schon Windows 10 und Windows 10 Pro nutzen das System von Haus aus. Entsprechend ist natürlich auch die Hackerszene wach, denn diese versucht, sich dennoch Zugang zu Systemen zu ermöglichen. Intelligente Schadsoftware ist in der Lage, ihr Verhalten anzupassen und zu erkennen, dass sie gerade in einer Sandbox genutzt ist. Hierbei handelt es sich um das klassische trojanische Pferd.

Am sichersten ist es, wenn eine Sandbox das komplette Betriebssystem simuliert, denn diese Art des Schutzes ist für Schädlinge nur schwer erkennbar. Die Lernkurve für Hacker ist dennoch vorhanden und so ist es logisch, dass immer wieder auf Updates und Sicherheit gesetzt werden muss. Sandbox hin, Sandbox her, ohne eine gute Security-Software sollte niemand im Netz unterwegs sein.

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