Neuer Arbeitsweg

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Letzten Monat bin ich umgezogen. Von Kaufbeuren, wo ich auch arbeite, nach Obergünzburg.
Bisher bin ich fast immer mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Waren ca. 2,5 km. Lediglich bei starkem Regen war die Verlockung des Autos größer.

Durch den Umzug hat sich der Arbeitsweg auf knapp 20 km, und ein paar schöne Steigungen, verlängert. Trotzdem habe ich versucht, so oft wie möglich mit dem Rad zu fahren.
In den letzten 3 Wochen habe ich das 3 mal pro Woche geschafft.

Mit dem Auto will ich ungern fahren, das kostet Geld in Form von Sprit, Parkplatzprobleme, kleine Staus. Habe ich keine Lust drauf.

20 km sind für mich eigentlich kein Problem zu radeln. In der Früh sieht es doch etwas anders aus. Man ist gerade aus dem Bett, müde, leicht fröstelnd. Kommt dann noch schlechtes Wetter, wie in der letzten Zeit, hinzu, wird es nicht leichter.

Sobald man sich aber überwunden hat die Radklamotten anzuziehen und aufs Rad zu steigen läuft es. Spätestens an der ersten Steigung wirds warm. Regen ist nicht schön, aber auch machbar. Dank Regenjacke und Regenhose muss man nicht frieren.

Zeitmäßig brauche ich natürlich etwas länger. Mit meinem Tourenrad, welches ich bei schlechtem Wetter nehme, benötige ich etwas unter einer Stunde. Bei schönem Wetter geht es mit dem Rennrad in etwas über 45 Minuten. Die Autofahrt würde ca. 20 Minuten dauern.

Praktischerweise haben wir in der Arbeit eine Dusche. Ohne würde es nicht gehen, ich bin nach der Strecke komplett durchgeschwitzt. Anschließend geht es frisch an die Arbeit.

Der Rückweg ist es dann eigentlich kein Problem mehr. Bis jetzt war das Wetter am Nachmittag tendentiell wärmer und besser.

Mein Fazit? Bis jetzt bin ich motiviert die Sache weiter durchzuziehen. Es ist einfach ein gutes Gefühl vor der Arbeit schonmal eine knappe Stunde Sport zu machen. Ich bin den ganzen Tag wacher und fitter.

Durch die Rückfahrt habe ich auch gleich mein Sportpensum abgearbeitet. In der Vergangenheit kam es oft vor, dass ich daheim angekommen bin und mich zu nix mehr aufraffen konnte.

Oft fahre ich nach der Arbeit einen anderen längeren Weg zurück. Die Radtour nach der Arbeit sozusagen.

Spannend wird es denke im Herbst und Winter werden. Denke da wird es schwierig die ganze Strecke mit dem Rad durchzuziehen. Die Motivation wird dann wohl eher sinken.

Mein Hinweg führt mich zudem direkt an einer Hauptstraße entlang. Hier wird man leider recht oft von Autofahrern sehr knapp überholt. Das wird sicher im Winter mit schlecht geräumten Straße nicht besser. Einen vernünftigen Radweg gibt es leider nicht.

Mein Vorteil ist, dass ich Alternativen habe. Sollte das Wetter mal dermaßen schlecht sein, steige ich einfach den Zug. Der nächste Bahnhof ist ca. 3 km weg von Obergünzburg. Mit dem Brompton kommt man da auch ohne Auto problemlos hin. Und etwas Bewegung hat man so auch noch.

Alternativ kann mich meine Freundin morgens meist mitnehmen. Dann gehts zurück mit Zug und Brompton.

Eine Alternative wäre eventuell noch ein E-Bike. Dies würde die Strecke bei schlechtem Wetter leichter machen. Regen und starker Gegenwind wären damit etwas ausgeglichen. Aber dann ist ja immer noch die Zugoption. Schauen wir mal. Noch ist ja Sommer. 🙂

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