Dell WD15 USB-C Docking Station für Latitude 5490

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Die meiste Zeit arbeite ich an meinem Schreibtisch, der Laptop, ein Dell Latitude 5490, dient hierbei als Desktopersatz mit Maus, Tastatur und Monitor.

Um den Laptop mobil zu nutzen, mussten bisher 4 Kabel abgezogen werden: Strom, Netzwerk, HDMI und USB. Auf Dauer wurde mir das doch zu nervig. Also habe ich mir eine Dell WD-15 USB Docking-Station geholt. Diese ist nicht mehr ganz taufrisch, dafür aber recht günstig. Eine Zeitlang habe ich mit einer günstigen Docking-Lösung geliebäugelt, aber hier fehlen dann meist Netzteil und auch der Audio Port.

Bezahlt habe ich 85 Euro für das Dock. Verbunden werden Dock und Laptop mit einem USB-C-Kabel. Ein eigenes Netzteil wird mitgeliefert. Dieses wird an die Docking-Station angeschlossen. Das Netzteil des Laptops wandert in die Laptoptasche für unterwegs. Strom bekommt den Laptop nun über USB-C.

Will ich das Laptop abdocken, muss nur noch ein Kabel gezogen werden. Sehr praktisch.

Hardware und Verarbeitung

Das Dock ist recht kompakt und etwa so groß wie zwei Zigarettenschachteln. Das Design passt sich dem Dell-Notebook an. Das USB-C-Kabel ist gut einen Meter lang. Viele andere Drittanbieter-Docks bietet hier nur wenige cm. Somit kann das Dock sehr gut an die Wunschposition auf dem Schreibtisch untergebracht werden.

Über den eigenen Ein-/Aus-Schalter kann der Rechner eingeschaltet und ausgeschaltet werden, auch wenn er zugeklappt ist. In der Praxis funktioniert dies leider sehr schlecht, dazu später mehr.

Ansonsten ist die Hardware robust, stabil und wertig verarbeitet.

Schnittstellen

Als Schnittstellen wird ein bunter Mix bereitgestellt. Auf der Rückseite befindet sich ein Ethernet-Port, Displays können über den Mini-Display-Port oder VGA angeschlossen werden. Ein 3,5 mm Audio-Klinkenanschluss befindet sich an Vorder- und Rückseite. Vorne befinden sich 2 USB-Ports, hinten nur 3. Von den hinteren Anschlüssen unterstützt nur einer den schnellen USB-3.0 Standard.

Bei den USB-Ports hätten es durchaus ein paar mehr sein können, ansonsten passt die Zusammenstellung der Ports am Alltag. Praktisch sind die vorderen Ports um mal schnell einen USB-Stick oder Festplatte anschließen zu können. Ein SD-Kartenslot wird ebenfalls vermisst.

Funktion

Die Docking-Station funktioniert mit einigen unschönen Macken ganz gut. Problem ist die Stromlieferung an den Laptop. Zwar reicht diese aus, aber beim Start bleibt den Laptop mit der Meldung hängen, dass das Netzteil nicht mit 65 Watt laden kann. Die Meldung kann man ignorieren und auch dauerhaft ausblenden. Im Betrieb hat das keine Auswirkungen, das Laptop wird über USB-C problemlos geladen und betrieben.

Alert! You have attached an undersized 60W power adapter to your system
which is less than the recommended 65W power adapter. To continue operating
at peak performance, your system may also draw power from the battery...

In diesem Zusammenhang steht auch die zweite unschöne Eigenschaft, schaltet man den Laptop über eine schaltbare Steckdosenleiste komplett stromlos, dann lässt sich den Laptop nicht über den Schalter am Dock einschalten.

Leider habe ich zu diesen beiden Dingen keine Abhilfen im Internet gefunden. Auch ein Software-Update des Docks brachte hier keine Abhilfe. Teilweise wird ein stärkeres Netzteil empfohlen. Es gibt eins mit 130 Watt und eins mit maximal 180 Watt. Dazu gibt es folgende Tabelle im Internet:

Ich habe beide Varianten probiert, das Problem tritt bei beiden Netzteilen auf. Also ist das nicht die Lösung. Sieht man von diesen beiden Unschönheiten ab, funktioniert die Docking-Station sehr gut und ohne Probleme.

Anschluss von Monitoren

Beim Anschluss von Monitoren gibt es auch einige Einschränkungen. Wer einen 4K Monitor hat, kann diesen über Display-Port mit maximal 30 Hz betreiben. Dies ist doch arg ruckelig und wer einen solchen Monitor hat, sollte vom Dock Abstand nehmen. Hier gibt es das Thunderbolt-Dock als Alternative.

Sofern man nur einen Monitor anschließen möchte, gibt es keine Probleme. Bei zwei Monitoren gibt es Einschränkungen. Zweimal Full-HD ist kein Problem. Hat jedoch ein Monitor eine höhere Auflösung wie mein Dell U2515H, dann kann das zweite Full-HD Display nicht mehr mit der vollen Auflösung betrieben werden. Als Workaround kann dieses direkt am Laptop angeschlossen werden, aber das ist nicht Sinn einer Docking-Station.

Fazit

Wer sich überlegt sich die Docking-Station anzuschaffen sollte prüfen, ob die Rahmenbedingungen passen. Damit sind in erster Linie die Monitore gemeint, welche man extern anschließen möchte. Für 4K ist das Gerät nicht geeignet, gleiches gilt für zwei Monitore, welche mehr als Full-HD. Bieten. Unschön ist, dass die Stromversorgung vermeintlich nicht genügt, was in Fehlermeldungen mündet.

Ansonsten ist es ein praktisches Gerät, welches ich nicht mehr missen möchte. Nur noch ein Kabel, statt vier, abziehen zu müssen klingt nach nicht viel Unterschied. In der Praxis macht aber jeder Handgriff einen Unterschied.

Empfehlen würde ich, nach günstigen Angeboten Ausschau zu schalten. Der normale Preis liegt bei 130 – 160 Euro, was ich etwas teuer finde. Es gibt aber immer wieder Angebote für unter 100 Euro.

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