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Biene - 14.07.2016 - 18.07.2017

17 Jul 2017

Letzte Woche ist Biene, einer meiner Wellensittiche gestorben.

Vor Biene gab es Koko. Meine Mutter hat ihn auf eBay Kleinanzeigen gefunden, samt Käfig und Zubehör wurde er kostenlos abgegeben. Das genaue Datum weiß ich nicht mehr, ich schätze vor 2 Jahren. Ich war ab und zu die Urlaubsvertretung, da war er bei mir. Koko ist ca. 5 Jahre alt. Er war immer alleine, also kaufte ich ihm noch etwas Spielzeug. Spiegel, Plastikvogel, halt das was man kauft, wenn man keine Ahnung hat.

Irgendwann ist er dann nach einem Urlaub mal bei mir geblieben. Ich hatte den kleinen Racker, trotz enormer Lautstärke und Dreck lieb gewonnen. Im Home-Office etwas Leben in der Bude zu haben ist nett. Wie es sich als Nerd gehört habe ich intensiv über kleinen Tetrachromaten informiert. Daraufhin war klar, Plastikvogel und Spiegel einem echten Vogel weichen müssen.

Kurz darauf ging es dann in die Zoohandlung. Biene war hier nicht einmal die erste Wahl. Diese war ein farblich interessanter Vogel, welcher aber vermutlich ein Männchen war. Es sollte aber ein Weibchen werden. Daher fiel mein Blick auf einen kleinen Vogel der gerade von mehreren anderen durch den Käfig gejagt wurde. Dies war Biene.

In einer kleinen Box ging es dann zu Koko. Ohne Zweitkäfig blieb nichts anderes übrig als den Neuling direkt in den Käfig zu setzen. Bei solch einer Zusammenkunft kann es ordentlich her gehen. Koko hatte vermutlich auch seit Jahren keinen anderen Vogel gesehen und mit dem Plastikvogel ging er eher rabiat um. Passiert ist dann nichts. Beide saßen eingeschüchtert im jeweils anderen Teil des Käfigs und gingen sich auch erstmal aus dem Weg. Bereits nach kurzer Zeit war alles in Ordnung und Biene machte klar, dass sie Kontra geben kann.

Zusammen waren sie noch lauter und machten noch mehr Dreck. Biene setzte sich gerne in die Futternäpfe und beförderte den Inhalt mit Schwung hinaus ins Zimmer. Das war wirklich übel. Also kaufte ich andere Futternäpfe und für Biene ein Nest, in welches sie sich fortan “versteckte” wenn sie Ruhe wollte. Beide erkundeten irgendwann das Zimmer. Auch Koko der Käfighocker brach irgendwann zu Flugrunden im Zimmer auf. Einmal hatte ich den Käfig über Nacht aufgelassen und fand einen leeren Käfig vor. Beide hatten sich zu einem Nachtausflug entschlossen und saßen dann irgendwo im Zimmer.

Zahm waren die beiden nie richtig. Mit genug Hirse fraßen sie mir aus der Hand und ab und zu konnte man sie auf den Finger nehmen. Mir ist das auch nicht so wichtig, da es einerseits Zeit kostet und die Tierchen auch so gut klar kommen. Somit verbrachten sie Monat und für Monat bei mir. “Freuten” sich, wenn ich heimkam und den Käfig ans Fenster stellte. Von dort konnten sie auf dem Käfig in die weite Welt schauen.

Leider war Biene immer mal wieder kränklich. Sie saß dann apathisch auf der Stange, sah sehr schlecht aus und würgte auch ab und zu mal Körner. So schnell dies kam, so schnell ging es auch wieder. Nach etwas Ruhe im abgedunkelten Käfig war alles wieder in Ordnung.

Leider nicht so letzte Woche. Hier lag sie bereits am Boden als ich heimkam. Kaum noch in der Lage zu stehen. Ich habe versucht sie aufzurichten, dabei hat sich mich nochmal ordentlich gebissen. Also Decke drüber, Ruhe verordnet und das Beste gehofft. Nach etwa einer Stunde sah es dann besser aus, sie lag nicht mehr sondern saß da. Wird schon wieder! Eine halbe Stunde später lag die Kleine dann tot in der Ecke. :-(

Ich habe sie am selben Abend noch in der kleinen Transportbox und ihrem Nest im Garten begraben. Koko hat die nächsten Tage noch nach ihr gerufen. Die beiden hatten spezielle Rufe, wenn einer im Käfig war und der andere unterwegs. Nun war Koko wieder allein. Eine blöde Situation und mir war klar, dass Koko nicht allein bleiben sollte.

Sissy und Franz

Sissy und Franz sind dann wenige Tage später auf Probe eingezogen. Beide mussten bei den Vorbesitzern nachwuchsbedingt in ein Nebenzimmer ausweichen. Auch nicht optimal für die Beiden. Am ersten Tag haben wir die Käfige nebeneinander gestellt und bereits am nächsten Tag war klar, dass die miteinander klarkommen sollten. Also den Käfig der Beiden geräumt. Beide mussten also zu Koko in den Käfig. Nach etwas kritischen beäugen, einer kleinen Ausfechtung der Rangfolge war dann alles in Ordnung.

Beide sind schon etwas betagter und auch etwas ruhiger, was hoffentlich auch Koko etwas ruhiger werden lässt. Franz erinnert an einen dicken gemütlichen Bayern. Alle Drei kommen klar und absolvieren auch bereits die ersten Flugrunden. Auch wenn Biene fehlt ist zumindest für die Drei die Welt wieder in Ordnung.


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