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Neuen Computer zusammengebaut

24 Apr 2017

Eins meiner Hobbys ist meine Computer möglichst billig zusammen zu schrauben. Irgendwo fällt immer mal ein alter Computer oder ein paar Teile ab. Dies ist allerdings in den letzten Jahren auch weniger geworden. Desktop-Computer werden im Privatbereich eigentlich so gut wie gar nicht mehr gekauft. Hier greift man dann zum Notebook oder zum Tablett.

Zur Not gibt auch der Gebrauchtmarkt sehr günstig was her. Mein letzter PC hat knapp 100 Euro gekostet und hat mir über viele Jahre gute Dienste geleistet. Mit SSD werden auch ältere Computer wieder flott. Auch das aktuelle Windows 10 läuft ohne Probleme auf betagten Computern. Hier kommt den Anwendern zugute, dass Windows 10 auch auf lahmen Tabletts und Netbooks gut performen muss.

Von einem Arbeitskollegen habe ich vor einiger Zeit einen ausrangierten Computer erhalten. Dieser sollte eigentlich im Müll landen, was ich immer etwas schade bei funktionierender Technik finde. Der PC ist bereits älter: knappe 10 Jahre dürfte er bereits auf dem Buckel haben. Der Computer kam ohne Grafikkarte und Festplatte, aber diese Dinge konnte ich von meinem bisherigen PC übernehmen. Auch ein Vorteil von klassischen Desktopcomputern. Man kann Komponenten leicht aufrüsten oder bei Defekt ersetzen.

Mein alter Rechner funktionierte auch noch ohne Probleme, war aber gerade bei der Videobearbeitung immer etwas langsam. Dieser hat einen Core 2 Duo E4600. Nicht gerade ein schnelles Modell. Der “Neue” hat einen Core 2 Quad Q6600 und 4GB RAM. Dies sollte leistungsmäßig etwas mehr hergeben, auch wenn hier durch das Alter keine Wunder zu erwarten sind.

Ich mache keine großen Videobearbeitungen, sondern eher kleine Videos für Youtube. Diese sind nur wenige Minuten lang und die Arbeit besteht eher im Zusammenschnitt der einzelnen Videos.

Nachdem der PC nun schon seit ein paar Monaten herumstand, bin ich letztes Wochenende nun endlich mal dazu gekommen, das Projekt anzugehen. Also SSD und Grafikkarte aus dem alten Rechner in den neuen übernommen. Zusätzlich habe ich noch eine alte Festplatte von meinem Server und eine kleine Festplatte von einem alten Notebook als Datenspeicher eingebaut. In so einen klassischen Tower kann man doch einiges einbauen.

Dann noch Windows 10 installiert und schon lief alles. Windows 10 lies sich netterweise mit einem alten Windows 7 Key aktivieren. Der neue Rechner ist wesentlich flotter und die Denkpausen sind auch weniger. Videobearbeitung ist wesentlich schneller und auch Visual Studio läuft noch fluffiger. Hier machen sich die 4 Kerne bemerkbar. Es handelt sich um einen klassichen Gamer-PC. So findet man zahlreichenÜbertaktungseinstellungen im BIOS vor. Von diesen lasse ich aber die Finger. Die Kiste soll zuverlässig laufen und gut ist. Die Lautstärke ist ebenfalls ihm Rahmen. Die Lüfter surren leise vor sich hin. Die Grafikkarte ist passiv gekühlt. Auch hat er eine tolle Temperaturanzeige, welche die Temperatur im Gehäuse anzeigt. Was will man mehr. :-)

Insgesamt hat sich die Arbeit gelohnt und so bekommt ein alter Computer neues Leben. Dies zeigt auch ein wenig das Dilemma der Hersteller. Die PC-Verkäufe sind seit Jahren rückläufig bzw. auf niedrigen Niveau. Die Ursache ist schlicht, das auch ältere Computer ohne Probleme über viele Jahre funktionieren. Das ein 10 Jahre alter Computer mit dem aktuellen Betriebssystem und Software klar kommt war früher nicht so. Eine SSD statt normaler Festplatte ist allerdings Pflicht.

Der alte Computer ist in den Dachboden gewandert. Mit diesem nehme ich z.B. die Videos von www.ekiwi-computer.de auf, da ich dort die entsprechende Ruhe habe. In meinem Büro sorgen diese beiden für ein gewisses Grundrauschen:


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